Lars Großmann Travel Blog

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China 2009 (9) – Shanghai

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Der Tag beginnt gemütlich mit einem McDonalds Frühstück und etwas Shopping. Die Relaxing-Time tut gut in Vorausschau auf die vielen Termine der nächsten Tage. Der Zimmerservice kommt relativ spät, sodass bei unserer Rückkehr abermals kein Klopapier in den Toiletten verfügbar ist. Ich gebe Mike meine letzte / einzige halbe Rolle und nutze die guten importierten Tempos (Menthol-Duft). Abends überrede ich Mike in eine Salsa Location zu gehen, die ich vorher via Google recherchiert hatte. Auf dem Hinweg nutzen wir die U-Bahn, die uns für umgerechnet 80 Cent sieben Stationen weiter zum „People Square“ bringt (einmal umsteigen). Die Metro ist sehr übersichtlich, die Automaten funktionieren intuitiv und die Technik macht einen neuen Eindruck. Wären nicht die abertausend Menschen, die sich in die unendlich wirkenden Wagons einer Bahn drängen (vom ersten zum letzten Wagen trennt keine einzige Tür die einzelnen Abteile).

Am People Square angekommen laufen wir erst einmal die beeindruckende Einkaufsstraße entlang. Der Weg hin und zurück dauert rund eine Stunde, in der jeder Quadratmeter mit Geschäftsfläche in bis zu zehnstöckigen Hochhäusern zugebaut ist. Immer wieder kommen chinesische Männer und Frauen auf uns offensichtliche Ausländer (Langnasen) zu und wollen billige Plagiate (Watches, DVDs, iPhone, T-Shirts, Pornos) sowie Prostituierte (Girls, Massage, Ladies) und Laserpointer an den Mann bringen. Ich zähle 57 solcher, teils penetranter Akquiseversuche. Einer der recht gut Englisch konnte hatte den Durst in unseren Augen erkannt und will uns eine gute Bier-Bar empfehlen („No Ladies! Very Safe! A lot of people here! You can trust me!“). Er führt uns in eine wenig belebte Seitenstraße und will uns in einem Fahrstuhl in die 8. Etage eines komisch wirkenden Gebäudes schicken. Wir ziehen kurz vor knapp die Notbremse und verlassen den Ort des Geschehens schnellen Schrittes. Ich hatte schon die Schlagzeile vor Augen: „Zwei Deutsche Geschäftsreisende in Shanghai von Organ-Mafia ausgenommen….“ oder „Shanghai: Zwei Deutsche werden Opfer einer raffinierten Touristenfalle.“. Vielleicht wären wir auch nur in eine Nachtbar mit leichten Mädchen und schweren Türstehern gekommen, wo uns der letzte Groschen (durch physischen Nachdruck) aus den Taschen gezogen würde.

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Shanghai Shopping Street

Jedenfalls entschließen wir dann doch, direkt die von mir gegoogelte Adresse anzusteuern und uns zum Salsa Feeling das längst überfällige Bier zu genehmigen. Die Location finden wir relativ schnell und kommen zeitgleich mit einer der Veranstalterinnen an. Quadratischer Grundriss, guter Tanzboden, eine Bar längsseits und Tische / Stühle um die groß dimensionierte Tanzfläche herum charakterisieren die Räumlichkeit. Der Eintritt (rund 8 Euro) beinhaltet ein Freigetränk (0.3l Tsing Tao). Jede weitere Mini-Flasche kostet rund 4 Euro, was für chinesische Verhältnisse unglaublich teuer ist. Der Saal füllt sich nur schleppend, aber nach und nach stürmen chinesische und ausländische Tanzliebhaber den Raum. Das Publikum ist bunt gemischt und beinhaltet einige hervorragende Tänzerinnen. Die Frauenquote beträgt geschätzte 60-70%  und Mike verflucht, dass er nach seinem Tanzkurs nicht am Ball geblieben ist. Mein persönliches Highlight an dem Abend war der Tanz mit einer Chinesin, deren Stil durchaus 10 von 10 Punkten verdiente – ungefähr vergleichbar mit meiner Tanzlehrerin in Deutschland (Nadja). Ich verstehe ihren Namen nicht, da englische Sprachkenntnisse (im Gegensatz zu Hüftschwung und Lady-Style) nicht zu ihren Stärken zählen.

Gegen halb 1 verlassen wir die Veranstaltung mit dem Taxi Richtung Hotel und finden, dass wir mit dem Abend doch einen netten Eindruck von der Stadt bekommen haben.

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Shanghai Salsa Party

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Shanghai Salsa Party

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Shanghai Salsa Party

Written by Lars

November 20th, 2009 at 6:42 pm

Posted in China, Shanghai

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