China 2009 (11) – Transrapid
Der Weg aus der City zum Flughafen ist ein besonderes Highlight. Wir nehmen den Shanghai Maglev Train (SMT) - bei uns zu Lande eher bekannt als Transrapid. Deutsche Ingenieurskunst at its top – leider nur in Shanghai fahrbar. Die Entwicklung dieses High-Tech Zugs begann in Deutschland bereit 1969 – alle Projekte wurden allerdings aus Kostengründen eingestellt. So bleibt die 2004 fertiggestellte Strecke in Shanghai zum Pudong International Airport die einzige Transrapid-Strecke im Regelbetrieb.
Die Magnetschwebebahn benötigt für die 30 km lange Strecke 7 Minuten und 18 Sekunden. Nach 3½ Minuten (zurückgelegte Strecke: 12,5 km) ist die Betriebsgeschwindigkeit von 430 km/h erreicht. Sie wird für 50 Sekunden gehalten, bevor die Verzögerungsphase (wiederum 12,5 km) beginnt.
Zu den technischen Daten schreibt Wikipedia folgendes: “Der Transrapid ist in der Lage, innerhalb von 60 s aus dem Stand auf 200 km/h sowie in weiteren 60 s von 200 km/h auf 400 km/h zu beschleunigen. Für eine Beschleunigung auf 300 km/h benötigt er rund vier Kilometer (auf der Strecke in Shanghai 4,2 km). Der ICE 3 benötigt in der Ebene 324 Sekunden und eine Strecke von rund 18 km für eine Beschleunigung von 0 auf 300 km/h. Im Testbetrieb wurden auf der Shanghai-Strecke 501,5 km/h erreicht. [...] Die magnetische Feldstärke im Inneren der Fahrzeuge ist nach Angaben des Herstellers mit 100 µT geringer als das Magnetfeld üblicher Haushaltsgeräte wie z. B. das eines Fernsehers mit 500 µT.”
Übrigens wurde das insgesamt etwa 1,2 Milliarden Euro teure Projekt mit 100 Millionen Euro von der deutschen KfW gefördert. Ein weiterer Ausbau ist geplant, z.B. zum 53 km von Pudong entfernten Inlandsflughafen Hongqiao – die Pläne wurden aber aus mehreren Gründen zurückgestellt, u.A. da die Kosten des weiteren Streckenbaus auch in China bei mittlerweile 46 Mio. Euro je km liegen sollen, und sich damit gegenüber der ursprünglichen Planung fast verdoppelt haben.
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