Archive for the ‘China’ Category
China 2009 (17) – Impressionen
China 2009 (16) – Beijing
Heute steht Ertüchtigungs-Sightseeing auf dem Tagesprogramm. Ein alter Schulfreund von Donald (jetzt Taxifahrer) bringt uns zur chinesischen Mauer, welche mit ihrer Länge von fast 9000km unter den größten Bauwerken der Welt Platz 1 belegt. Wir besuchen den berühmtesten Teil der Mauer bei „Badaling“, 70km nordwestlich von Peking gelegen. Nach der Restauration gegen Ende der 80er Jahre wurde diese Stelle aufgrund ihrer imposanten Baukunst und Höhenunterschiede zum beliebten Touristenziel. Der Marsch nach oben ist durchaus anstrengend, aber die Landschaft und das Bauwerk entschädigen. Hinunter ins Tal geht es mit der Seilbahn.
Auf dem Rückweg legen wir noch einen Stop an einer alten unterirdischen Begräbnisstätte ein, in der Könige der Ming-Dynastie ihre letzte Ruhe fanden. Als wir die Autobahnabfahrt verpassen legt der Taxi-Fahrer kurzerhand den Rückwärtsgang ein, und fährt die paar hundert Meter eben zurück. Die Grabmäler sind eher langweilig – lieber hätte ich mir die verbotene Stadt angesehen (aber das hebe ich mir für den nächsten Peking-Besuch auf). Das Taxi, das uns exklusiv den halben Tag umher kutschiert kostet umgerechnet 50 Euro.
Der geschäftliche Teil des Tages besteht aus dem Besuch einer Analytik-Messe. Nachdem wir dies hinter uns gebracht und Donald verabschiedet haben, packen wir das Gröbste und versuchen gegen 21:00 Uhr noch ein Restaurant zu finden. Gar nicht so einfach – denn in Peking scheinen pünktlich um 8 die Bürgersteige hochgeklappt zu werden. Letztendlich gelingt es uns aber doch ein leckeres japanisches Restaurant zu finden, in dem wir voller Genuss die halbe Karte probieren. Morgen geht es wieder in Richtung Heimat und ich behalte doch überwiegend positive Erinnerungen an dieses Land, das trotzdem nie meine große Liebe werden wird.
China 2009 (15) – Beijing
Eines kann ich vorweg nehmen: Die Stadt hat die gleichen Umweltprobleme, wie alle anderen chinesischen Metropolen. Der Smog über der Stadt gleicht einer Dunstglocke, die besonders im Winter durch die Kohleöfen der Bevölkerung genährt wird. Das gesamte Verwaltungsgebiet Pekings hat rund 15,5 Millionen Einwohner (2007), von denen 7,7 Mio. im bebauten Zentrum (11,8 Mio. inklusive Vororte) leben.
Nach zwei anstrengenden Meetings in der City haben wir uns eine Stärkung verdient. Natürlich darf man nicht aus Peking abreisen, ohne mindestens einmal Peking-Ente gegessen zu haben. Wir erkämpfen uns einen Tisch im berühmtesten Peking-Ente-Restaurant der Stadt (“Qianmen Quannjude Roast Druck Restaurant“) und genießen die Show. Das Essen ist mit Abstand das Beste, was ich in China auf den Teller bekommen habe. So lecker, das ich mein Sättigungsgefühl ignoriere und mindestens 1/3 mehr als nötig in mich stopfe. Die Ente kommt im Ganzen an den Tisch, wo ein augebildeter Koch (in dritter Generation) uns längliche, dünne Stücke herauschneidet. Die Mischung aus der süß-knusprigen Haut und dem zahrten Fleisch ist unbesschreiblich. Verzehrt wird das ganze in einer Art Mehlteig-Pfannkuchen (vergleichbar mit Crepes) zusammen mit Frühlingszwiebeln und Schwarzbohnensoße. Das ganze wird zusammengerollt und in 2-3 Happen verspeist.
Danach (es ist bereits 22 Uhr) nutzen wir die Zeit um noch etwas zu shoppen. Wir landen in einem Tee-Geschäft wo uns die nette Verkäuferin alle möglichen Tee-Sorten probieren lässt. Neben Ingwer-Tee und einem straken grünen Tee finde ich Geschmack an einem weißen Tee - der Preis von 30 Euro pro 150 Gramm schreckt mich aber dann doch ab.
Weiter geht es zu Fuß zum Platz des himmlischen Friedens (Tian’anmen-Platz), der mit seinen 39,6 ha Fläche als größter befestigter Platz der Welt gilt und bis zu einer Million Menschen fassen soll. Man kann sich mit ein wenig Fantasie vorstellen, wie an dieser Stelle die Militärparaden und rollenden Atomraketen-Abschussanlagen zur Schau gestellt werden. Erst seit 1911 ist der Platz frei zugänglich und hat traurige Berühmtheit erlangt, als er am 4. Juni 1989 Zentrum der gewaltsamen Beendigung eines Volksaufstandes wurde (Tian’anmen-Massaker).
China 2009 (14) – Flug Lanzhou nach Beijing
Der Flughafen Lanzhou ist ein typischer Inlandsflughafen. Am Checkin heisst es, wer am besten vordrängelt gewinnt. Mit unserem Langnasen-Bonus schaffen wir es nach einer halben Stunde unsere Tickets zu bekommen. Der Sicherheits-Check fällt spartanisch aus. Laptop muss nicht heraus geholt werden, der Hygiene-Klarsicht-Beutel ebenfalls nicht. Ich werde mit dem Handscanner halbherzig abgesucht und darf letztendlich passieren.
Ein weiterer chinesischer Inlandsflug (China Air) in Stichpunkten:
- + pünktlich
- + Star Alliance (Meilen)
- + Machine nur halb voll, daher jede Menge Platz
- - kein Bier an Bord
- - kein Unterhaltungsprogramm (nur Werbung auf den Screens)
Der Flughafen in Beijing ist beeindruckend. Nicht nur dir Größe der insgesamt drei Terminals sondern auch die Sauberkeit und Übersichtlichkeit zeichnen den Flugahfen aus. Dafür gebe ich zwei erhobene Daumen. Der Checkin in Richtung Deutschland wird zeigen, ob sich meine abendliche Einschätzung bestätigt.
China 2009 (13) – Lanzhou
Wir erreichen Lanzhou gegen 20:00 Uhr und werden von einem ehemaligen Austauschstudenten in Rossendorf (Ray) abgeholt. Die Fahrt in die City dauert über eine Stunde, da der Flughafen aufgrund geographischer Notwendigkeit weit außerhalb errichtet werden musste. Die Stadt – auch “Golden City” genannt, liegt in einem Tal des “Yellow River” und wird flankiert von mittelhohen Bergen zu beiden Seiten. Der Yellow River ist übrigens der zweitgrößte Fluß Chinas und hat bereits hier in Lanzhou (nach einem Viertel seiner Strecke) eine beachtliche Größe. Alle Brücken sind kunstvoll beleuchtet und bieten eine eindruckvolle Show. Die Stadt an sich ist besonders in der kalten Jahreszeit unter einer dichten Dunstglocke gefangen, da nicht nur die petrochemische Industrie das Zentrum der Wirtschaft ist, sondern auch ein Großteil der Häuser durch Kohleverbrennung geheizt wird. Lanzhou wurde 1998 vom World Resources Institute zur schmutzigsten Stadt der Erde gewählt. So ist es tatsächlich schwer von einem Aussichtspunkt einen klaren Blick über die City zu erhaschen.
Nach kurzem Hotel Check-In gehen wir mit Haibo und Ray (und dessen Frau) lecker koreanisch essen. Das Hotel ist um Welten besser als das in Shanghai und bietet alle wichtigen Annehmlichkeiten.
Der folgende Tag steht im Zeichen des Sight Seeings. Wir essen Lanzhou Beef Noodles zum Frühstück (lecker), die auch in anderen Teilen des Landes als solche bekannt sind und gegessen werden.
Weiter geht es auf einen Fußmarsch durch eine alte Tempelanlage, die einen großen Trödelmarkt beherbergt bis hin zum Yellow River.
Die erste Brücke über den Fluß in Lanzhou (ähnlich unserem Blauen Wunder) ist nur noch für Fußgänger zugänglich und wurde von einem Deutschen gebaut.
Am anderen Ufer geht es steil bergauf bis auf 1700m über dem Meeresspiegel (Lanzhou liegt über 1500m). Von da oben (wir laufen die viele Treppen nach oben) hat man einen guten Blick über die gesamte City, allerdings sehen wir nur gefühlte 100m weit aufgrund des Smoks, welcher die komplette Stadt einhüllt.
Abends essen wir noch mit Prof. Wang am Round Table und rufen einige male “Bottoms up”. *hick*






















































