Archive for the ‘Wellness’ Category
Saunadorf van Almsick
Ja, wir haben es wieder getan! Eine gute Gelegenheit die Kategorie Wellness in diesem Blog anzulegen und mit ersten Eindrücken zu füllen:
- Mein Weihnachtsgeschenk von Katja: Ein Tag Saunawelt Deluxe mit Übernachtung in der “Turteltaubensuite”
- Ort des Geschehens: Saunadorf van Almsick
Da ich seit über zehn Jahren regelmäßig in die Sauna gehe um mein Wohlbefinden und Immunsystem zu steigern, habe ich mich natürlich riesig über das Geschenk gefreut. Die Anfahrt ist trotz Navi (DVD der Edition 2009/2010) nicht ganz einfach. Wir nehmen den kürzesten Weg und biegen noch vor Dreieck Spreewald auf die Landstraße Richtung Cottbus ab. Witzige Ortsnamen auf der Strecke machen die Fahrt zum Erlebnis (Allmosen, Neu-Seeland). Kurz vor dem Ziel (ein Ortsteil von Drebkau, nahe Cottbus) wurde aber scheinbar die dominante Fernverkehrsstraße B169 komplett umgestaltet. Mein Navi (Codename Offroad) ist überfordert und leitet uns über scheinbar stillgelegte Teile der alten B169 (Angst) und kleine Gassen ohne Wendemöglichkeiten. Letzten Endes kommen wir aber doch an und können nach dem Check-In und der Privatparkplatz-Einweisung die Suite begutachten.
Alles in Allem ein sehr schönes Ambiente, moderne Einrichtung und alles sauber (wir sehen mal von dem kleinen Loch in der Bettdecke ab). Die Fußbodenheizung ist über alle Zimmer verteilt und lädt zum barfuß Laufen ein. Im Kühlschrank befindet sich ein Willkommens-Snack (eine Platte mit Wurst / Käse Schnittchen und eine Obstplatte) sowie eine Flasche Rotkäppchen Sekt. WLAN gibt’s natürlich nicht (das Hausbuch von A-Z schreibt hierzu: “Sie wollen sich doch schließlich entspannen!”). Die exponierte Lage im Brandenburger Niemandsland gibt auch UMTS-Strahlen keine Chance – also Vorsicht liebe Workaholics!
Das Haus bietet einen direkten Ausgang zur Saunawelt – einer schön gestalteten Gartenanlage mit verteilten Holz-Blockhäusern die die einzelnen Saunen beherbergen. Eine kleine Brücke führt über ein Bächlein (Plätscher, Plätscher) zum Haupthaus. Sehr nett finde ich die Erdsauna (soll eigentlich 110 Grad haben, aufgrund eines neuen Ofens waren es aber nur 90°C). Hier wird der Ofen mit Holz geheizt, welches neben dem Ofen in die Wand integriert trocknet. Alle viertel bis halbe Stunde wird nachgelegt (Was haben die wohl für einen Holzverbrauch?). Zum Abkühlen geht es ins Haupthaus, wo neben diversen Duschen auch ein schönes Tauchbecken (gefühlte tausend Nadelstiche) und Fußbäder beherbergt. Der Pool im Außenbereich ist nicht beheizt – man soll ja auch abkühlen – sieht aber schön aus. In der Trockensauna gibt es an ungeraden Stunden einen Aufguss – wohl mein größter Kritikpunkt. Hier macht eine ältere Aufguss-Dame nichts anderes als still und leise einen Löffel nach dem anderen über die heißen Steine zu gießen – bis der Topf leer ist. Keine Pause zwischendurch, kein Handtuchwedeln, kein witzigen Ideen (wie z.B. Entertainment, Obst, Eiswürfel, Schneebälle). Hinzu kommt, dass die gute Dame viel zu viel Wasser über den Ofen gießt, sodass man in der obersten Reihe selbst als geübter Saunagänger keine Luft mehr bekommt.
Die Speisekarte ist recht solide. Man bestellt an der Bar (auch mit genauer Zeitangabe möglich) und isst dann in Bademantel (ungewohnt) in einem separaten Essbereich. Katja nimmt Fisch, ich ein Steak (Pluspunkt: Ich werde in der Sauna liegend gefragt wie ich das Steak denn gleich gerne hätte). Das Frühstück wird per multiple-choice Zettelchen bestellt und direkt zur Suite geliefert. Für meine Begriffe stimmen hier Preis-Leistungsverhältnis nicht ganz – im normalen Hotel-Buffet-Vergleich ist der Preis aber Durchschnitt. Entspannen kann man in diversen Ruheräumen im Haupthaus oder auf dem Gelände verteilt. Die Ausstattung ist sehr gut – an Decken, Liegen und Sitzmöglichkeiten mangelt es nicht. Ein leckerer Erdbeer-Shake vor dem Kamin ist empfehlenswert.
Nur Katzenallergiker sollte man nicht sein, wenn man einen Besuch im Saunadorf van Almsick (die Besitzerin Jutta heißt übrigens mit Nachnamen genau so wie ihre Celebrity-Tochter Franzi). Denn hier laufen mehrere (so um die sechs?) Katzen frei durch die Gegend und lassen es sich gut gehen (wir stellen fest: in unserem nächsten Leben werden wir auch Sauna-Katze!). Zutraulich ist kein Ausdruck – na klar – jeden Tag umgeben von entspannten Wellness-Konsum-Zweibeinern. Die Erziehung ist allerdings nicht die Beste – neben Betteln am Tisch kennt ein Exemplar nicht die Grenze zwischen Spiel und Ernst, sodass Katja einige Biss- und Kratzspuren davon trägt. (Wer hatte nochmal angefangen?
) Komischerweise (ich bin selbst Katzenallergiker) hielt sich die Wirkung bei mir in Grenzen, trotz einiger Streicheleinheiten.
Als Fazit gibt es von mir 8 von 10 möglichen Wellness-Punkten.























