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China 2009 (2) – Hong Kong
Ein Tag Aufenthalt in Hong Kong sind nicht viel, aber immerhin. Vorab ein paar Adjektive, die mir für diese Stadt einfallen: Unübersichtlich, laut, schmutzig, überbevölkert, unangenehm, niemals müde. Also wir den Flughafen Richtung Bus station verlassen erschlägt uns erst mal eine Wand dreißig Grad warmer Bio-Nass-Sauna-Luft. Donald (unser chinesischer Vertreter) hatte uns ein Hotelzimmer gebucht (für günstige 60 Euro) inklusive einer rudimentären Anfahrtsbeschreibung. Nachdem wir aus dem richtigen Bus ausgestiegen sind, und mit unseren je zwei Koffern durch viel zu enge und überfüllte Gehsteige gekämpft hatten – konnten wir dann endlich die unendliche Leere von gefühlten 20 klimaanlagengelkühlten Quadratmetern genießen.
Vorsichtshalber genoss ich das Wasser doch nur aus einer Volvic Flasche, die ich am Kiosk für knappe 25 $ (= 2,50 EUR) gekauft hatte. Der Frühstücksraum im 18. Stock war nicht mehr als ein umgebautes Gästezimmer und bot Platz für unglaubliche 14 Gäste. Etwas Ei und ein Croissant reichten mir.
Abends sind Mike und ich auf eigene Faust in Richtung Zentrum (Hafen / Skyline) aufgebrochen. Total übermüdet (im Flugzeug war kein Schlaf möglich und dank Zeitverschiebung landeten wir 11 Uhr vormittags in HK) mussten wir den Tag bis abends ohne Nickerchen überstehen, um nicht in Jetlag Probleme zu geraten. Nach einer kulturell „wertvollen“ Bootsfahrt durch die Bucht (Skyline bei Tag naja) wurde es schnell dunkel – und die Skyline bei Nacht entschädigte für jegliches Müdigkeitsgefühl. Einfach gigantisch, über fast 300° ein Panorama aus Licht und Hochhäusern.
Gerade wollten wir noch ein paar gestellte Fotos schießen, da fing es urplötzlich an stark zu regnen. Wir flüchteten ins Kulturzentrum in deren Cafeteria es Mikes hochgelobtes Chinesisches Bier (mit Reis gebraut) „Tsing Tao“ gab. Schmeckt nicht schlecht, sehr süffig, ein wenig süßlich wie Hefewitzen. Egal, nach zwei Blechsemmeln war der Regen vorbei und wir konnten uns etwas zu Essen suchen. Schwierig etwas zu finden, dass annähernd europäischen Geschmäckern entspricht, und dabei nicht so fettig ist, dass man damit eine Simson S51 über ein Jahr schmieren könnte. Wir entschieden uns für fried irgendwas mit Reis und Gemüse sowie chicken wings. Kaum zu glauben das Chinesen so dünn sind, bei diesem Essen!



















