Lars Großmann Travel Blog

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Archive for the ‘Tokyo’ Category

Japan 2010 (11) – Tokyo

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Unsere weitere Reise soll uns nach Fukuoka und Hiroshima führen, daher reservieren wir vorab schon die Plätze für den Shinkansen, dank Railpass ohne zusätzliche Kosten. Das Personal am Railpass Exchange Office in der Tokyo Station spricht übrigens sehr gut Englisch und kann die Karten ebenfalls direkt ausstellen. Außerdem geht die ganze Prozedur hier um einiges schneller als sich am regulären Shinkansen-Ticket-Counter anzustellen.

Zu Fuß geht es weiter zum Tokyo-Tower, unterwegs schauen wir uns einen schönen kleinen Park an, der nach Deutschem Stil (???) angelegt ist. Im Tempel direkt neben dem Tokyo Tower (den wir nicht besteigen, aufgrund schlechter Sicht und teueren Eintrittspreisen) wird gerade eine Beerdigungs- oder Trauerzeremonie vorbereitet. Es scheint sich um einen Staatsakt zu handeln (wir recherchieren das im Nachgang genauer) – jedenfalls wurden die Mönche die hier sonst ihren Dienst tun wohl kurzerhand ausgelagert.

Im zweiten Versuch den Meiji Jingu anzuschauen scheitern wir ebenfalls. Wir folgen einer schrill kostümierten Dame, vorbei am Eingang der Anlage, in der Hoffnung, dass sie uns zu weiteren „komischen Menschen“ für meine Fotoreportage führt. Nach 500 Metern geben wir das Vorhaben auf und betreten den Park (den ich ab jetzt als Hundepark bezeichne) und der neben der Meiji Jingu Anlage liegt. Der Park ist sehr ruhig – fast idyllisch – ohne nennenswerte Hintergrundgeräusche der Großstadt oder des Bahnhofs. Im Zentrum befindet sich eine Hundeschule, oder eher ein Hundebegegnungszentrum, eingeteilt in 3 Bereiche (> 12 kg, Zwischen 5 und 12 kg und < 5 kg). Die Japaner geben unglaublich viel Geld für ihre Haustiere aus – mehr als 10 Mrd. Euro pro Jahr sollen es sein. Schaut man sich einmal um, wird schnell klar wie diese Summe zu Stande kommt. Hunde  bekommen ihren eigenen Kinderwagen, in dem sie von A nach B geschoben werden können. Außerdem tragen die pelzigen Vierbeiner im bitterkalten Tokyoter Winter (5 Grad Plus!!) fast immer spezielle Hundekleidung – oft auch von Designern oder Marken wie Adidas.

Am Abend wollen wir einen Salsa Club besuchen. Nach einiger Internet-Recherche entscheide ich mich für das Salsa Caribe in Roppongi. Vorteil: Wir können von unserem Hotel aus hin laufen. Nach den ca. 20 Minuten Fußmarsch finden wir den Club in einem Nebengebäude in einer Nebenstraße im zweiten Stock. Der Club ist ein etwa 4 mal 7 Meter großer, rechteckig geschnittener Raum mit einer Bar an der längeren Seite. Die Stimmung ist eher lau doch in den 1.200 Yen Eintrittsgeld ist bereits ein Begrüßungsdrink inklusive. Ansonsten ist der Spaß einfach nur teuer. Die Getränke kosten über 1000 Yen und selbst für die Garderobe sollen wir 300 Yen pro Person zahlen. Der Wirt ist gleichzeitig der DJ und springt von Pult zur Bar und wieder zurück. Das Publikum macht auch nicht sonderlich viel Spaß, ein bis zwei Paare sind technisch sehr gut aber in Sachen Styling eher mau. Die die es können wirken eher angestrengt und konzentriert, die die es nicht können wie auf Droge. Nach zwei-drei Tänzen verlassen wie die Location wieder und können die Empfehlungen aus dem Netz nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht liegt es am Wochentag (Montag), vielleicht waren wir zu zeitig (22:00 – 23:30 Uhr) – wer weiß.

Written by Lars

Februar 26th, 2010 at 7:39 am

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Japan 2010 (10) – Tokyo

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Ohne uns Sorgen um unser Gepäck oder eine Schlafgelegenheit machen zu müssen, erkunden wir nun Tokyo. Zuerst Shibuya, die legendäre Fußgängerkreuzung die fast jeder von uns in irgendeiner Form im Zusammenhang mit Japan schon einmal gesehen hat. Die Menschen hier sind jung, hip, ausgeflippt und extrovertiert in Mode und Styling – vergleichbar mit einer Mischung aus der Dresdner Neustadt und einem Karnevals-Umzug.

Weiter geht es nach Odaiba, der künstlichen Insel auf der auch das Messegebäude Big Sight liegt. Wir fotografieren fleißig die Skyline und die Rainbow-Bridge samt Freiheitsstatue. Im Aqua-Center nebenan (Einkaufszentrum) kauft sich Katja eine Handtasche (die wohl tollste Handtasche der Welt!) und wir lassen uns als Manga Portrait zeichnen. Weiter geht’s zu Fuß zum Riesenrad. Ein ziemlich frischer Wind weht uns um die Nase, während wir beobachten wie ein Flugzeug nach dem anderen eine enge Schleife über die Insel in Richtung Hameda Airport fliegt. In einer Spielothek probieren wir einen Fotobooth aus, dessen Bedienung aber ohne Japanisch-Kenntnisse äußerst unintuitiv gestaltet ist. Am Ende haben wir dann sechs Fotos gesehen, aber kein Einziges ausgedruckt bekommen. Die Mädels im Nachbarbooth halten ihr Telefon an den Automaten, und scheinen per Short Distance Übertragung die Bilder aufs Handy zu bekommen. Apropos Handy: Möchte man ein Mobiltelefon in Japan kaufen, hat man offensichtlich nur zwei Design-Varianten – entweder iPhone oder Klapp-Handy! Am Ausgang der Spielothek sitzen Frauen in einer Reihe von Fußbädern. Unsere Neugier ist geweckt und wir gehen der Sache auf den Grund. In den Wannen sind Schwärme von Putzerfischen, die die Füße der Mädels grundreinigen und von Hornhaut befreien – Operation Pediküre. Zurück bei der Rainbow-Bridge fotografieren wir noch die Skyline bei Nacht und machen uns dann auf den Weg zurück.

Tokyo Skyline mit Rainbow-Bridge und Freiheitsstatue

Written by Lars

Februar 24th, 2010 at 10:23 am

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Japan 2010 (9) – Tokyo

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Es ist unser erster Tag den wir auf uns selbst gestellt sind. Wir beginnen den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück – wer weiß wann wir das nächste Mal was bekommen. Da wir das Mitsui Garden um 12 Uhr verlassen müssen (eine zusätzliche Nacht hätte umgerechnet 240 Euro gekostet!), suche ich im Internet nach Hotelalternativen. Im Lonely Planet Reiseführer Tokyo werden unzählige Hotels aufgelistet, unterteilt in drei Preiskategorien zwischen Hostel und Luxury. Ziel ist es, die Nacht nicht mit sechs anderen Menschen in einem Schlafsaal verbringen zu müssen, aber auch nicht mehr als 100 Euro pro Übernachtung hinzublättern. Ein Business-Hotel wird diesen Ansprüchen gerecht, nicht mehr und nicht weniger. Da Japans Hauptstadt eine teure Gegend ist, ist dies leichter gesagt als getan. Ein Hauch von Panik macht sich breit, als wir das Zimmer verlassen und mit unserem Koffern Richtung Bahnhof laufen. Das Wetter ist grandios, die Sonne scheint und man riecht den Frühling. Sogar Mount Fuji war aus der Mitsui Garden Lobby sichtbar.

Als erstes lösen wir an der Tokyo Station Katjas Railpass ein (in Shimbashi nicht möglich), sodass wir nun beide im JR-Netz ohne zusätzliche Kosten fahren können. Der Weg zur Tokyo Station ist beschwerlich, da viele Bahnsteige weder mit Fahrstuhl noch mit Rolltreppen ausgestattet sind. (Wie fahren da Behinderte?) Ich buckle also die schweren Koffer die Treppen hinauf und hoffe, dass niemand denkt ich postiere eine Bombe am Bahnsteig, als ich nach unten renne um den zweiten Koffer zu holen.

Um 14 Uhr sind wir mit Björn am Eingang des Meiji Jingu verabredet. Einer der größten und schönsten Shinto-Schreine hier in Tokyo (von der Anlage sehen wir allerdings nichts wegen dem Gepäck) Dann telefonieren wir mit Björns Hilfe in Japanisch 1-5 Hostels und Hotels ab, bis wir schließlich einen Double Room im „Asia Center of Japan“ bekommen. Das ganze klingt besser als es ist, ein stink normales Business-Hotel in eigentlich recht guter Lage (fußreichweite zu Ropongi). In Deutschland eher untere Kategorie, aber für umgerechnet 100 Euro mit Frühstück für Tokyoter Verhältnisse ein sehr guter Preis (die dreckige Bettdecke kann leider erst am Folgetag getauscht werden – bäh). Eine JR-Station in der Nähe finden wir erst am Folgetag, von der aus man noch gut 20 Minuten zu Fuß bis zum Hotel unterwegs ist.

Wir buckeln das ganze Gepäck zum Hotel und können dann endlich aufbrechen. Im Roppongi Hills Mori Tower haben wir auf 240 Meter Höhe einen fantastischen Panoramablick über Tokyo und genießen den Sonnenuntergang in Richtung Fuji-San (den wir uns leider dazu denken müssen) aufgrund des leicht diesigen Wetters und dem damit verbundenen mangelnden Fernblick. Die Dachplattform (auch neu für Björn) auf der sonst Hubschrauber landen, kann man ebenfalls (für zusätzliche 300 Y) erreichen und ohne lästige Scheiben und Gedrängel in alle Richtungen fotografieren.

Danach treffen wir uns mit Björns Freundin (Aja) und essen lecker Monjayaki. Auf einer heißen Platte, die den Mittelpunkt des Tischs bildet, wird dabei im Schneidersitz sitzend (aua mein Knie) verschiedenes zubereitet. Nudeln, Tunfisch, Gemüse und eine Art Soyasoße, die auf der heißen Platte sofort gerinnt und der brutzelnden Masse Konsistenz verleiht. Das Ganze ist wirklich ausgesprochen lecker und wohl in Tokyo nur in diesem Stadtteil zu bekommen. Hinterher gibt es noch Okonomiyaki, eine Art Bauernfrühstück mit herzhaften Bestandteilen. Als Desert erhalten wir einen Gutschein für ein Melonenbrot am Nachbarstand. Total fertig von dem anstrengenden Tag beschließen wir noch 3 Nächte in der Herberge zu bleiben und weitere Tokyoter Sehenswürdigkeiten zu erkunden bevor wir gen Süden fahren.

Written by Lars

Februar 24th, 2010 at 10:23 am

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Japan 2010 (8) – Tokyo

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Nach dem letzten Messetag findet ein Feedback-Meeting statt, für das eine komplette Yakitori-Kneipe in Ropongi gebucht wird (dieselbe wie letztes Jahr). Der angereiste Staatssekretär, der am Nachmittag auch unseren Messestand besucht hatte, ist ebenfalls mit von der Partie. Aus dem Plan, im Nachgang noch eine Karaoke-Bar aufzusuchen wird aufgrund allgemeiner Müdigkeit nichts mehr. So verabschieden wir uns von den restlichen Deutschen, die größtenteils am folgenden Tag früh morgens zurückfliegen.

Written by Lars

Februar 24th, 2010 at 10:22 am

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Japan 2010 (7) – Tokyo

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Der Messealltag wird nur unterbrochen, durch die aktive Mithilfe an einer Pressemitteilung. Abends sind wir eigentlich mit Björn verabredet (den ich letztes Jahr in Tokyo kennen gelernt hatte) werden aber von unserem Vertreter und dessen Chef zum Essen eingeladen. Im 42. Stockwerk des Shiodome City Center Buildings befindet sich ein sehr gutes Restaurant, in dem wir mit Blick auf die Bay-Side japanische Spezialitäten durchprobieren.

Written by Lars

Februar 24th, 2010 at 10:21 am

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